Der Leuchtturm des Kap Espichel

EM 569 Cabo Espichel, Sesimbra

Öffnungszeiten

  • Vom letzten Sonntag im Oktober bis zum letzten Sonntag im März: mittwochs von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr.
  • Vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober: mittwochs von 14 Uhr bis 17 Uhr.

Weitere Informationen

  • Ticketpreis: Gratis

Der Leuchtturm des Kap Espichel

Während vieler Jahrhunderte war die portugiesische Küste bei ausländischen Seeleuten, vor allem den englischen, als “Schwarze Küste” bekannt, weil es kein Beleuchtungssystem gab, das für die Navigation hilfreich gewesen wäre. Am Ende des 18. Jahrhunderts ließ der Marquês de Pombal mehrere Leuchttürme errichten, um die Küste sicherer zu gestalten, unter anderem den Leuchtturm des Kap Espichel, einer der ältesten Leuchttürme aus dem Jahr 1790.

Mehr als zwei Jahrhunderte später behält der Leuchtturm noch immer seine Funktion und ist zudem zum authentischen Symbol des Kap Espichel geworden. Dass er auf die Initiative der portugiesischen Marine hin einmal pro Woche für Besucher geöffnet ist, ist eine Form, Lokalgeschichte zu erzählen und unsere Beziehung zum Meer zu bekräftigen.

Die Landschaft von einer Höhe von 32 Metern aus zu bewundern, ist an sich schon eine einzigartige Erfahrung, die die 135 Steinstufen und die 15 Metallstufen aufwiegt, die man hinaufsteigen muss, um nach oben zu gelangen, aber entlang der touristischen Route gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Auf einer Höhe von 168 Metern über dem Meeresspiegel gelegen, hat der Leuchtturm des Kap Espichel eine Leuchtkraft über 26 Meilen (ungefähr 48 Kilometer) Distanz und produziert ein weißes Licht, das alle 12 Sekunden drei Blitze aussendet. Der optische Apparat, der kleiner ist als sein Original, setzt sich aus Prismen zusammen, die das Licht nicht nur in Richtung Horizont, sondern auch in Richtung Himmel schicken.

Im Turm kann man die Maschinen besichtigen, die mit Öldampf funktionierten und die 1883 die Argandlampen ersetzten, die mit Olivenöl gespeist wurden, sowie das alte Uhrwerk, das im Fall einer Motorpanne bereitstand, um einzuspringen.

Am Ende des 19. Jahrhunderts erhielt der Leuchtturm das erste Tonsignal, eine Glocke, die mechanisch in Gang gesetzt wurde und später mit der Elektrifizierung durch eine Sirene ersetzt wurde, die mit Druckluft funktionierte und die immer noch zu sehen ist, auch wenn sie inzwischen deaktiviert ist. Seit 1989 ist die technische Ausstattung komplett eigenständig. 

Trotz der elektronischen Hilfe, die inzwischen für die Navigation existiert, ist das Licht des Leuchtturms immer noch kostbar für alle, die auf dem Meer unterwegs sind. Die Fischer aus Sesimbra orientieren sich nicht nur am Licht, sondern auch am Gebäude des Leuchtturms. Mit dem technologischen Fortschritt im Licht- und Klangbereich über die Jahrzehnte hinweg änderte sich auch die Arbeitsroutine der Leuchtwärter. Trotzdem ist ihre Präsenz ebenso wie das Licht des Leuchtturms unentbehrlich, nicht nur im Falle einer technischen Panne, sondern auch für die Instandhaltung des Leuchtturms.  

Seit 2011 wird der Leuchtturm des Kap Espichel neben 29 anderen Gebäuden, die sich im Besitz der Marine befinden, einmal die Woche für Führungen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, die über die Mission der Leuchttürme und die Funktion der Leuchtturmwärter Auskunft geben und so ein Erbe von großem kulturellen und historischen Wert weitergeben.

Weitere Informationen

https://www.amn.pt/DF/Paginas/FaroldoCaboEspichel.aspx



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